DANIELA EHEMANN
"german laboratory"
12. November bis 11. Dezember 2010
Eröffnung: Donnerstag, 11. November 2010, 19.00 Uhr
Opening: thursday, 11. november 2010, 7 pm
Die Arbeiten von Daniela Ehemann sind vor dem Hintergrund jener Entwicklung
zu denken, die sich im Medium Zeichnung seit den 1960er Jahren vollzogen
haben. Die Linie, das grundlegende Moment der Zeichnung, löste sich damals
vom Blatt als ihrem materiellen Träger. Statt Räume zu illusionieren greift die
Linie seither immer wieder in den Realraum ein. In ihrer materiellen Präsenz
markiert sie den Raum als physisches Element und gerät so in die Nähe von
Installation und Raumplastik.
In ihren Arbeiten verbinden sich reduzierte Zeichnungen auf der Wand oder auf
Papier mit Gebrauchsgegenständen. Die Linie wird über die Zeichnung oder das
Objet trouvé fortgeführt, wächst in den Raum, umspannt Disparates und generiert
als räumliche Kontur aus Stahl ihrerseits Gegenständliches. Kalkuliert eingesetzte
Lichtquellen lassen Schatten entstehen und Spiegel reproduzieren sowohl die
Arbeit selbst als auch den umgebenden Raum.
Gleichzeitig grenzt Daniela Ehemann den Raum ab. Farblich und materiell markierte
Bodenflächen signalisieren uns, welche Bereiche wir betreten dürfen, welche nicht.
Die Arbeiten sind von unterschiedlichen Positionen ansichtig, letztlich aber nicht, wie
bei Installationen üblich, frei begehbar. Hierin erweist sich die Nähe zur Skulptur.
Dr. Claudia Beelitz/Kunsthistorikerin
Installationsansicht Galerie
Zeichnungen aus der Serie "Kippmomente", Bleistift und Kohle auf Papier, 2009
Rauminstallation, GERMAN SPIRIT,
2008/2010
Installationsansicht Galerie








